Online-Autoritarismus: beliebtes Druckmittel unter totalitären Machthabern?

Bild: Dominic Hartnett (CC BY-NC-ND 2.0) via Flickr

Autorin: Melissa Kaatz

Allein im Jahr 2018 kam es zu rund 200 Internet-Sperrungen in über 20 Ländern durch diktatorische Regime. Sie dienen als Mittel zur Machterhaltung und -kontrolle.

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Zuckerbrot und Peitsche im Sudan

Quelle: Nina R via Flickr

Autor: Ulrich Delius, GfbV-Direktor

Mit allen Mitteln versucht Sudans regierender Militärrat, die Protestbewegung für mehr Demokratie und Gerechtigkeit mundtot zu machen und zu zerschlagen. So wurden Internet und soziale Medien seit der blutigen Niederschlagung der friedlichen Protestbewegung am 3. Juni 2019 auf Anordnung der Behörden abgeschaltet. So soll die Mobilisierung für neue öffentliche Proteste und der Informationsaustausch in der Zivilbevölkerung erschwert werden. Es ist ein schwerwiegender Eingriff in die Meinungsfreiheit, der auch die Wirtschaft des ohnehin wirtschaftlich am Abgrund stehenden Landes schwer trifft. Denn jeder Tag der Internetsperre kostet Sudans Betriebe Millionen Euro, weil Handel, Banken und Industrie ohne Zugang zum Internet nicht effektiv arbeiten können.

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Sudans Zivilgesellschaft setzt Zeichen für Demokratie

Autor: Ulrich Delius, GfbV Direktor

Afrika wird oft als Kontinent der Katastrophen und schlechten Nachrichten wahrgenommen. Doch es gibt sie auch, die positiven Nachrichten aus Afrika! So zum Beispiel aus dem Sudan, wo es eine lebendige Zivilgesellschaft mit friedlichen Protesten in den letzten fünf Monaten geschafft hat, einen seit 30 Jahren herrschenden Diktator zu stürzen und eine Militärjunta zu verhindern. Wer hätte dies gerade vom überwiegend muslimischen Sudan, dem drittgrößten Land Afrikas, erwartet?  

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Straflosigkeit und zunehmende Gewalt in Darfur

Während derzeit dutzende Konflikte aufflammen, scheint der schlimmste Genozid seit Ruanda 1994 in Vergessenheit zu geraten: Darfur.

Foto: Al-Jazeera English/flickr

Während derzeit dutzende Konflikte aufflammen, scheint der schlimmste Genozid seit Ruanda 1994 in Vergessenheit zu geraten: Darfur. Wir werfen einen genaueren Blick auf die humanitäre Situation in Darfur und erörtern, warum Omar Al Bashir, der Präsident der Republik Sudan, weiterhin im Amt bleibt und seit seinem ersten Haftbefehl vom Internationalen Strafgerichtshof vor 5 Jahren bisher noch nicht nach Den Haag ausgeliefert wurde.

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Handspinnen für Frauen in Darfur

In Darfur leben immer noch viele Menschen in Flüchtlingslagern. Mit „HANDSPINNEN für bedrohte Völker“ unterstützt das langjährige GfbV-Mitglied Anke Culemann die vom Völkermord gebeutelten täglicher Gewalt ausgesetzten Frauen in Darfur. An den Förderverein der Gesellschaft für bedrohte Völker kann gespendet werden, wenn die hier eingestellte handgesponnene Wolle und andere textile Artikel gekauft oder gespendet werden. Dadurch wird den Kauf von Solarkochern finanziert, die es den Frauen ermöglichen, innerhalb der Lager die Mahlzeiten für die Familien zubereiten zu können. 20 Euro kostet ein Solarkocher und die Schulung für die Frauen. Anke Culemann hat mit ihrer Spendenaktion bereits Geld für 100 Solarkocher gesammelt, die dritte Spendenphase ist angelaufen. Das Ziel sind 50 weitere Kocher.