Smog in Sarajevo: Wenn das Atmen zur gesundheitlichen Gefahr wird

Autorin: Lena Röseler, Praktikantin im Referat für Genozidprävention und Schutzverantwortung

Die Meldungen über die starke Luftverschmutzung im Winter in Sarajevo werden mittlerweile zur traurigen Tradition: Trotz Warnungen der Vereinten Nationen (UN) geschieht nur wenig in Bosnien und Herzegowina, um der hohen Feinstaubbelastung entgegen zu wirken. Und das, obwohl die Lebenserwartung der Bevölkerung aufgrund der schlechten Werte bereits um 1,3 Jahre gesunken ist.

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Unser Jahr der indigenen Sprachen

Autorin: Regina Sonk, Referentin für indigene Völker

2019 war das Internationale Jahr der indigenen Sprachen: Ausgerufen von den Vereinten Nationen zur Sichtbarmachung und zum Schutz indigener Sprachen weltweit. Die rund 4.000 indigenen Sprachen stehen unter der akuten Bedrohung zu einem Großteil zu verschwinden. Ihre indigenen Sprecher*innen versuchen, ihre mündlich überlieferten Sprachen in Gesellschaften zu erhalten, die weder im Bildungssystem noch auf dem Arbeitsmarkt auftauchen.

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Online-Autoritarismus: beliebtes Druckmittel unter totalitären Machthabern?

Bild: Dominic Hartnett (CC BY-NC-ND 2.0) via Flickr

Autorin: Melissa Kaatz

Allein im Jahr 2018 kam es zu rund 200 Internet-Sperrungen in über 20 Ländern durch diktatorische Regime. Sie dienen als Mittel zur Machterhaltung und -kontrolle.

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Endlich frei: Oleg Senzow mit seiner Familie vereint

Bild: Antonymon (CC BY-SA 4.0) via Wikimedia

Autor: Jan Diedrichsen, Bundesvorsitzender der GfbV

Kiew und Moskau haben am Wochenende 70 Gefangene ausgetauscht. Unter den Freigelassenen ist auch der ukrainischer Filmregisseur Oleg Senzow. Der 43-jährige Aktivist wurde in Simferopol geboren und hat fast sein ganzes Leben auf der Krim verbracht.

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Liquidierung des „Zigeunerlagers“: Gedenken mit Auftrag

Bild: Auschwitz I via Flickr.

Autor: Jan Diedrichsen, Bundesvorsitzender der GfbV; erschienen in der Tageszeitung „Der Nordschleswiger“

Rund 500.000 Sinti und Roma wurden von den Nationalsozialisten ermordet. Auf Romanes heißt dieser Genozid Porajmos, was „Verschlingen“ bedeutet.

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Verschwindenlassen: Familien bleiben in Machtlosigkeit und Angst zurück

Bild: Dying Regime via Flickr.

Autorin: Linda Fiene, GfbV-Referentin

Das deutsche Wort Verschwindenlassen (in Englisch: „enforced disappearance“) klingt harmloser, als es ist. Gemeint ist damit jedoch eine der gravierendsten Menschenrechtsverletzungen, die es gibt. Menschen systematisch verschwinden zu lassen, ist eine politische Praxis, um Gruppen oder der ganzen Bevölkerung das Gefühl der Sicherheit zu entziehen. Familien bleiben in Ungewissheit zurück und fühlen sich hilflos. Verschwindenlassen dient auch dazu, Macht zu demonstrieren und Gegner zum Schweigen zu bringen. Deshalb findet diese Methode in allen Teilen der Welt Anwendung.

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„Frischer Schnee ist schwarz im Land der Schoren“

Was verbindet das Rheinland mit Südsibirien?

Bild: Tjan Zaotschnaja, Vladislav Tannagaschev und Dimitri Berezhkov demonstrieren bei der RWE-Jahreshauptversammlung 2016 gegen die Kohleimporte von RWE aus Südsibirien. Dort werden für den Kohleabbau indigene Gemeinschaften vertrieben.

Über 6.000 Kilometer liegen zwischen dem Rheinland und der Region Kuzbass in Südsibirien. Und doch gibt es Gemeinsamkeiten: In beide Regionen wird Kohle im Tagebau gefördert. Der Essener Energiekonzern RWE fördert Braunkohle in Deutschland und importiert Steinkohle aus Südsibirien. Gegen beides wächst der Widerstand.

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#HopeEndures in Nigeria: Mütter schreiben Briefe an ihre entführten Töchter

Eine nigerianische Aktivistin hat ein herzzereißedes Projekt mit einigen Familien der vermissten „Chibok Girls“ durchgeführt.

Foto: Andrea Moroni via Flickr [Symbolbild]

Vor zwei Jahren, in der Nacht zum 14. April 2014, entführten Kämpfer der Boko-Haram-Sekte 276 Mädchen aus Hostels, die sie als Unterkunft während ihrer Schulzeit nutzen, im Norden Nigerias. Einigen gelang es zu fliehen, doch von den meisten der 219 vermissten „Chibok Girls“ fehlt bis heute jedes Lebenszeichen. Zwei Jahre leben die Familien nun schon mit der Ungewissheit. Mit ein paar von ihnen hat eine nigerianische Aktivistin jetzt ein herzzerreißendes Projekt durchgeführt.

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Frauen im Krieg – Krieg gegen Frauen

Erschreckende Bilanz nach 15 Jahre UN-Resolution 1325 zum Schutz von Frauen im Krieg.

Foto: Endre Vestvik via Flickr (zugeschnitten)

Am 31. Oktober 2000 verabschiedete der UN-Sicherheitsrat die Resolution 1325. Sie fordert Akteure auf, die Rechte von Frauen in Kriegs- und Konfliktgebieten zu gewährleisten. Es war das erste Mal, dass im Rahmen der Vereinten Nationen Forderungen laut wurden, Frauen und Mädchen vor Vergewaltigung, Zwangsprostitution und anderen Formen sexualisierter Gewalt zu schützen. Auch sollen gemäß der Resolution mehr Frauen an Friedensverhandlungen beteiligt werden. Die Bilanz nach 15 Jahren sieht jedoch erschreckend aus.

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David gegen Goliath in München

Foto: World Uyghur Congress

Enver Can ist einer der Gründer des Uigurischen Weltkongresses, dem Dachverband der Exil-Uiguren. Seit Dezember 2013 protestiert er nun mit seinem Autoanhänger vor dem chinesischen Generalkonsulat in München. Die Straßenverkehrsordnung hilft ihm dabei.

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