Das Recht in Frieden zu leben

Autor: Fabian Brüning, ehem. Praktikant der GfbV, lebt derzeit in Chile

Foto: Guillermo Nuñey Herrera 2019

„El derecho de vivir en paz“ – „Das Recht in Frieden zu leben“. Der Song des während der Militärdiktatur ermordeten Victor Jara avanciert zur Hymne der sozialen Bewegung in Chile. Vorbeifahrende Autos und Orchester auf der Straße spielen ihn. Zu Beginn der Ausgangssperre beschallte er aus Lautsprechern die leergefegten Straßen. Bei den Protesten in Chile organisiert sich die Bevölkerung neu. Zugleich  kommt es weiter zu Plünderungen und Zerstörungen öffentlichen und privaten Eigentums, aber auch Menschenrechtsverletzungen werden tagtäglich durch Polizei und Militärs begangen. Am 28. Oktober soll die Armee endlich von den Straßen abgezogen werden. Eine überforderte Regierung versucht, erste Annäherungen an die Anliegen der Bevölkerung, aber das Vertrauen ist längst beschädigt, die Vorschläge gehen nicht weit genug. Der Wunsch nach einer neuen Verfassung wird lauter. Diese könnte auch die Rechte der indigenen Bevölkerung stärken. Ein Bericht über ein Land, das aufgewacht ist.

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Mapuche: Die Leidtragenden erneuerbarer Energien in Chile

Die Mapuche müssen wegen eines Wasserkraftwerkes um ihr Territorium und ihr kulturelles Erbe bangen.

Teresa Melín, Machi, spielt auf einer Cultrun, dem wichtigsten Mapuche-Instrument, während eines zeremoniellen Gebets. Foto: Tito Alejandro Alarcón Pradena via iStock

Wasser ist das Element des Lebens. Doch nun scheint genau dieses Element das Leben der indigenen Mapuche am Río Bueno in Chile zu bedrohen. Der norwegische Energielieferant Statkraft plant am Pilmaiken Fluss ein Wasserkraftwerk zu bauen, natürlich inklusive Staudamm. Die Mapuche müssen erneut um ihr Territorium und ihr kulturelles Erbe bangen.

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Chile/Argentinien: Immer auf dem Laufenden mit der Mapuche-Chronologie

Die Mapuche-Chronologie ist ein Projekt des Referates Indigene Völker / Südamerika der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV). Seit Dezember 2012 werden alle wichtigen Ereignisse in den Mapuche-Gebieten Chiles und Argentiniens dokumentiert.

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Chile: Nach dem Tod eines Polizisten fürchten Mapuche Eskalation der Gewalt

Temuco,  Chile. Am Morgen des 2. Aprils haben gewaltsame Übergriffe von Polizeieinheiten auf die Mapuche-Gemeinde Wente Winkul Mapu im Süden Chiles stattgefunden. Panzer und Polizeifahrzeuge blockierten nach lokalen Medienangaben die Hauptzufahrtsstraßen. Währendessen durchsuchten und zerstörten Spezialeinheiten den größten Teil der Häuser, setzten Tränengas ein und nahmen drei Mapuche fest. Weiterlesen „Chile: Nach dem Tod eines Polizisten fürchten Mapuche Eskalation der Gewalt“

Mapuche/Chile – Mobilisierung weiterer Gemeinden – Ausweitung polizeilicher Gewalt gegen Mapuche

Die Mapuche in der Gemeinde Temucuicui, in der Region Ercilla/Araucanía, nahmen Mitte Juli diesen Jahres den Kampf für die Rückerlangung ihrer Gebiete auf und sind seitdem Repressionen seitens der chilenischen Polizei ausgesetzt. Nun mobilisieren auch die Gemeinden Trapilwe-Mawizache und Foque, in der Region Freire/Araucanía im Süden Chiles nahe der Stadt Temuco und fordern die Wiedererlangung ihrer Territorien. Weiterlesen „Mapuche/Chile – Mobilisierung weiterer Gemeinden – Ausweitung polizeilicher Gewalt gegen Mapuche“

Mapuche/Chile: Repressionen des chilenischen Staates gegen Mapuche gehen weiter

Nachdem die chilenische Polizei Ende Juli 2011 auf Mapuche, vor allem Kinder und Jugendliche, in der Mapuche-Gemeinschaft Ignacio Queipul Millana/Temucuicui geschossen hat, geht die Gewalt gegen die größte ethnische Minderheit des Landes unvermindert weiter. Letzte Woche (04.08.11) erreichte uns die Meldung eines Mapuche Informanten vor Ort, dass erneut Spezialkräfte der Polizei gewaltsam in die Gemeinde Temucuicui eingedrungen seien und um sich geschossen haben sollen. Weiterlesen „Mapuche/Chile: Repressionen des chilenischen Staates gegen Mapuche gehen weiter“

Mapuche/Chile: Viele Verletzte bei gewaltsamem Vorgehen der chilenischen Polizei gegen Mapuche

Die chilenische Polizei hat in der vergangenen Woche (25./26.07.11) auf Mapuche, vor allem Kinder und Jugendliche, in der Mapuche-Gemeinschaft Ignacio Queipul Millana/Temucuicui geschossen. Eines der Opfer soll sich mit schweren Verletzungen im Krankenhaus befinden. Viele der Verwundeten haben sich mit Naturheilmitteln selbst um ihre Verletzungen gekümmert aus Angst, im Krankenhaus vom chilenischen Staat verhaftet zu werden. Unterdessen verdrehen die chilenischen Medien die Vorkommnisse um die brutale Unterdrückung der Mapuche zu rechtfertigen. Weiterlesen „Mapuche/Chile: Viele Verletzte bei gewaltsamem Vorgehen der chilenischen Polizei gegen Mapuche“

Oberster Gerichtshof in Chile ordnet Zwangsernährung für Mapuche im Hungerstreik an

Verlegung der Hungerstreikenden in unterschiedliche Krankenhäuser

Am 6.Juni ordnete der Oberste Gerichtshof in Chile eine Zwangsernährung für die vier Mapuche Männer an, nachdem diese ihren Hungerstreik trotz Reduzierung der Haftstrafe fortsetzten. Weiterlesen „Oberster Gerichtshof in Chile ordnet Zwangsernährung für Mapuche im Hungerstreik an“