Warum will Trump Grönland kaufen?

Bild: Rita Willaert via Flickr.

Autor: Jan Diedrichsen, Bundesvorsitzender der GfbV

Ganz Grönland und Dänemark reiben sich heute morgen die Augen: Der amerikanische Präsidenten Donald Trump hat auf Twitter seinen Staatsbesuch in Kopenhagen, der in zwei Wochen stattfinden sollte, kurzerhand abgesagt. Der Hintergrund: Die dänische Regierungschefin Mette Frederiksen (Soz.) hatte das „Angebot“ des Präsidenten abgelehnt, über den Verkauf der weltweit größten Insel, Grönland, zu verhandeln. Mit dem Verweis, Grönland gehöre nicht Dänemark, sondern den Grönländern. Trump as always: Nach beleidigt, folgte die Absage des Besuchs. Die Königin und die erst kürzlich gewählte neue Regierungschefin in Dänemark haben nun unverhofft einen Tag ohne Termine im Kalender.

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Brasilien: Eine Stimme der Vernunft im politischen Chaos

Ashaninka wollen gemeinsam mit nicht-indigenen Bewohnern ihrer Region eine bessere Zukunft gestalten

Foto: © Eliane Fernandes Ferreira

Im Land des Zuckerhuts brodelt es: Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff ist suspendiert, ein Minister nach dem anderen tritt zurück und Rio de Janeiro ruft kurz vor Beginn der Olympischen Spiel den Finanznotstand aus. Umso erfreulicher ist da die Ankündigung der Ashaninka im westlichen Brasilien, die ihr umweltpolitisches Engagement mit einem neuen Projekt verstärken wollen.

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Peru: Rückkehr einer Schreckensherrschaft für Indigene?

Die Tochter des ehemaligen Diktators Alberto Fujimori kandidiert mit guten Chancen am kommenden Sonntag für die Präsidentschaft.

„Hunderttausende indigene Frauen und Männer ließ die peruanische Regierung in den Neunziger-Jahren zwangssterilisieren. Diese werden sich nie mehr an Nachwuchs erfreuen können.“ Foto: Knut-Erik Helle via Flickr

Während der zehnjährigen Präsidentschaft Alberto Fujimoris fielen mehr als 300.000 indigene Frauen und Männer Zwangssterilisierungen zum Opfer. Der dafür verantwortliche Ex-Diktator Fujimori sitzt mittlerweile in Haft. Seine Tochter Keiko aber kandidiert am 10. April mit guten Chancen für die Präsidentschaft. Sie leugnet die Schuld ihres Vaters an dem grauenhaften Genozid.

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Honduras: Wenn Widerstand lebensgefährlich wird

Es gibt Frauen, die bewusst ihr Leben für Menschenrechte oder Umweltschutz riskieren. Berta Cáceres war eine von ihnen.

Foto: Goldman Environmental Prize via Wikimedia Commons

Es gibt Frauen, die bewusst ihr Leben riskieren, wenn sie für das Recht ihrer Gemeinschaft auf Menschenwürde, eigenes Land, eine intakte Umwelt oder ungehinderte Ausübung ihrer Religion eintreten. Berta Cáceres war eine von ihnen.

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„Wir kämpfen gegen den Klimawandel. Wir kämpfen für die ganze Welt!“

Indigene Umweltschützer fordern Climate Justice beim UN-Klimagipfel

Foto: Breno Machado via unsplash

Indigene Völker sind die Ersten, die die Folgen des Klimawandels zu spüren bekommen. Ob sie in der Arktis leben oder in den heißen Gebieten Afrikas, ob auf einer Pazifikinsel, im Regenwald Südamerikas oder im hohen Norden Schwedens. Sie alle fühlen die Klimaveränderungen. Indigene Umweltschützer aus aller Welt haben deswegen Hilferufe ihrer Gemeinschaften zum UN-Klimagipfel nach Paris gebracht.

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Count – Down am Xingu IV

Der neue Dokumentarfilm von Martin Keßler – 2014

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Das Belo Monte Staudammprojekt am Rio Xingu in Brasiliens Amazonasstaat Pará gehört wohl zu den umstrittensten Großprojekten mit deutscher Beteiligung in diesem Land. Obwohl mehrere Einsprüche noch nicht entschieden sind wird gebaut, werden Tatsachen geschaffen, die den indigenen und nicht-indigenen Flussanrainern die Existenz rauben. Über deren gescheiterten Widerstand gegen den Baubeginn, über die gebrochenen Versprechungen für Wiedergutmachung an die Umsiedler, deren Land im Stausee verschwinden wird und über die ungeachtet dessen nicht verstummenden Proteste berichtet der Filmemacher Martin Keßler in seiner Langzeit-Dokumentation „Count-Down am Xingu“, deren 4. Teil im Mai 2014 Premiere hat.

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Bolivien: Umstrittenes Autobahnprojekt durch Nationalpark mobilisiert indigene Völker zum achten indigenen Protestmarsch.

indigener Protestmarsch in Bolivien. Copyright edsao

von Leif Höfler

Knapp 2000 Menschen marschieren mittlerweile in Richtung des Regierungssitzes La Paz. Ungefähr 400 Angehörige der Yuracaré, Trinitario und Chimane starteten am 15. August 2011 im 600 km entfernten Trinidad, einer Provinzhauptstadt im nördlichen Tiefland und wollen am 28. September 2011 in La Paz ankommen. Diese Form des Protests hat in Bolivien Tradition. Seit 1990 dient sie den indigenen Völkern Boliviens als letztes Mittel, medienwirksame Aufmerksamkeit für ihre Anliegen zu schaffen. Der eigentliche Marsch markiert dabei immer erst den Endpunkt von gescheiterten Verhandlungen, die die Menschen aus ihren Dörfern und Familien buchstäblich auf die Straße treibt. Der Einsatz für die Teilnehmer ist hoch, denn die Versorgung mit Lebensmitteln und Medizin ist problematisch und das Klima extrem. Tatsächlich leiden die meisten Marschierenden unter grippalen Infekten oder Erkältung. Vor wenigen Tagen starb ein erst acht Monate altes Kind an einer Magen-Darm-Infektion. Weiterlesen „Bolivien: Umstrittenes Autobahnprojekt durch Nationalpark mobilisiert indigene Völker zum achten indigenen Protestmarsch.“

Protest in Berlin gegen Staudammprojekt Belo Monte im Amazonasgebiet Brasiliens

Aufruf zum Weltweiten Aktionstag
Mahnwachen in Berlin

22.August 2011

* am Montag, den 22. August 2011, Mahnwache in Berlin am Pariser Platz von 10.30 Uhr bis 13.00 Uhr

* anschließend Mahnwache vor der Botschaft Brasiliens in Berlin, Wallstraße 57 mit Übergabe einer Protestnote von 13.30 Uhr bis 15.30 Uhr.

Menschenrechtsorganisationen und Umweltgruppen werden in vielen Ländern der Welt am kommenden Montag (22.08.) gegen die Errichtung des Kraftwerks Belo Monte mit einem gigantischen Staudamm im brasilianischen Amazonasgebiet protestieren. In Deutschland organisieren die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV), Rettet den Regenwald und Survival International eine Mahnwache am Brandenburger Tor in Berlin gegen das zerstörerische Projekt. Weiterlesen „Protest in Berlin gegen Staudammprojekt Belo Monte im Amazonasgebiet Brasiliens“

Ecuador: Yasuní-ITT bangt um deutsche Unterstützung

Regenwald in Ecuador
Regenwald in Ecuador, Foto: Jelena Bellmer
Am 28.09.2010 nahm die GfbV an einem Hintergrundgespräch teil, auf dem die ecuadorianische Ministerin für die Koordination des National- und Kulturerbes, María Fernanda Espinosa, offene Fragen zum Projekt Yasuní-ITT klärte. Diese ecuadorianische Initiative schlägt vor, auf die Förderung von 846 Millionen Barrel Öl zu verzichten und die Ölvorkommen in dem fast 100.000 Hektar großen Gebiet im Südosten des Landes unangetastet zu lassen, wenn die internationale Gemeinschaft im Gegenzug in den kommenden 13 Jahren 2,7 Milliarden Euro (die Hälfte der erwarteten Einnahmen) in einen Anfang August eingerichteten Treuhandfonds des UN-Entwicklungsprogramms UNDP einzahlt. Mit diesem Geld sollen Entwicklungs- und Umweltprojekte in Ecuador gefördert werden.

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Das Tschernobyl des Amazonas

Eben kam sowohl über Rettet den Regenwald wie über Avaaz folgender online-Appell zu Equador rein, bei dem ich um rege Beteiligung bitte: denn die endgültige Entscheidung steht, nach jahrelanger rechtlicher Auseinandersetzung zwischen dem Ölmulti Chevron und mutigen Indigenen aus dem ecuadorianischen Amazonasgebiet, unmittelbar bevor. Die Bewohner verlangen Entschädigungen und die Entsorgung von Millionen Tonnen giftiger Abfälle im Regenwald. Wenn Chevron zur Bezahlung von mehreren Milliarden Dollar Schadensersatz verurteilt wird, wäre dies ein riesiger Schritt dahin, die großen Verschmutzer dieser Welt zur Rechenschaft zu ziehen. Die Niederlage vor Augen, hat der Ölgigant mit einer aggressiven Lobbykampagne einen letzten Versuch gestartet, um die Klage zum Scheitern zu bringen. Weiterlesen „Das Tschernobyl des Amazonas“