Verfolgung von Christ*innen in China: Der Fall der „Kirche des Allmächtigen Gottes“

Autor: Hanno Schedler, Referent im Referat für Genozid-Prävention und Schutzverantwortung

Bild: Kirche des Allmächtigen Gottes.

Sophia Bai ist eine chinesische Christin. Sie ist Angehörige der „Kirche des Allmächtigen Gottes“ (KAG) und musste vor der Verfolgung durch die chinesische Regierung aus ihrer Heimat fliehen. Schätzungen zufolge leben in China 82 bis 130 Millionen Christ*innen. Nur ein kleiner Teil von ihnen ist in den fünf offiziell von der Kommunistischen Partei erlaubten Religionsgemeinschaften organisiert. Die Zahl der staatlichen Übergriffe verfünffachte sich zwischen 2017 und 2018.

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„In the Name of Confucius“: Eine Tour durch Deutschland

Autor: Noel Bronner, Praktikant im Referat für Genozidprävention und Schutzverantwortung

Gemeinsam mit der Tibet Initiative Deutschland (TID) haben wir eine Veranstaltungsreihe organisiert, in der wir in zehn Städten in ganz Deutschland den Film „In the Name of Confucius“ gezeigt haben. Für die Reihe hatten wir die kanadische Regisseurin des Dokumentarfilms, Doris Liu (zweite von links im Foto), nach Deutschland eingeladen. Thema dieser Veranstaltungen waren die sogenannte Konfuzius-Institute. Gemeinsam mit zahlreichen Gästen wie Margarete Bause (MdB), Frank Heinrich (MdB) und auch Vertreter*innen der Konfuzius-Institute entstanden spannende und kontroverse Diskussionen über den wachsenden Einfluss der chinesischen Regierung an deutschen Hochschulen.

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Kultureller Genozid: Was unternimmt Kopenhagen?

Autor: Jan Diedrichsen, GfbV-Bundesvorsitzender

Foto: uyghur_nur, twitter

Menschenrechte haben in den letzten Jahren in der internationalen Politik massiv an Bedeutung verloren, meint der Leiter des Kopenhagener Sekretariats der deutschen Minderheit in Dänemark, Jan Diedrichsen. Das zeigt vor allem der Fall der Uiguren in China.

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Verschwindenlassen: Familien bleiben in Machtlosigkeit und Angst zurück

Bild: Dying Regime via Flickr.

Autorin: Linda Fiene, GfbV-Referentin

Das deutsche Wort Verschwindenlassen (in Englisch: „enforced disappearance“) klingt harmloser, als es ist. Gemeint ist damit jedoch eine der gravierendsten Menschenrechtsverletzungen, die es gibt. Menschen systematisch verschwinden zu lassen, ist eine politische Praxis, um Gruppen oder der ganzen Bevölkerung das Gefühl der Sicherheit zu entziehen. Familien bleiben in Ungewissheit zurück und fühlen sich hilflos. Verschwindenlassen dient auch dazu, Macht zu demonstrieren und Gegner zum Schweigen zu bringen. Deshalb findet diese Methode in allen Teilen der Welt Anwendung.

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GfbV-Mitglied Dolkun Isa spricht bei UN-Konferenz in New York über chinesische Umerziehungslager

Autor: Hanno Schedler, GfbV-Referent

Zwei Menschenrechtler in New York: Dolkun Isa wurde von unserer langjährigen Brasilien-Expertin Eliane Fernandes Ferreira unterstützt, die ebenfalls für die GfbV beim Permanenten Forum für Indigene Angelegenheiten war.

Dolkun Isa ist uigurischer Menschenrechtler, Mitglied der Gesellschaft für bedrohte Völker und Präsident des Uigurischen Weltkongresses. Er lebt seit über 20 Jahren in Deutschland. Seitdem er aus China fliehen musste, hat er seine Eltern nicht mehr sehen können. Von der chinesischen Regierung wird er seit langem als „Terrorist“ bezeichnet. Sein angebliches Verbrechen: Isa setzt sich dafür ein, dass die chinesische Regierung die muslimischen Uiguren respektiert, statt sie zu verfolgen und millionenfach in Umerziehungslager zu stecken.

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Die schwierige Flucht aus Nordkorea

von Rebecca Zenke

Mitte November 2013 wurden in der chinesischen Stadt Kunming 13 Nordkoreaner festgenommen, die versucht hatten, dem totalitären System ihres Heimatlandes zu entkommen. Bis heute ist unklar, was mit diesen Flüchtlingen geschehen ist. Internationalen Medienberichten zufolge wurden sie aber bereits kurz nach ihrer Festnahme nach Dandong, eine chinesische Stadt nahe der nordkoreanischen Grenze, Gebracht. Trotz internationaler Forderungen, nordkoreanische Flüchtlinge nicht weiter abzuschieben, ist es sehr wahrscheinlich, dass genau dies mit den Flüchtlingen aus Kunming bereits geschehen ist. Für diese Menschen bedeutet die Abschiebung in ihre Heimat in der Regel schreckliche Strafen: Meistens Folter und die Internierung in eines der vielen Arbeitslager Nordkoreas oder sogar, im Falle einer wiederholten Flucht, die Todesstrafe.

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Solidarität mit den Uiguren: Ein Han-Chinese bezieht Stellung

Häufig lehnen es Hotelwirte in China ab, Zimmer an reisende Uiguren zu vermieten. Sie müssen sich regelmäßig demütigenden Kontrollen durch Sicherheitskräfte unterziehen. Yang Haipeng, Han-Chinese und Journalist aus Shanghai, zeigt jetzt in einer simplen wie aufsehenerregenden Aktion seine Solidarität mit den Uiguren: Er trägt eine „Doppa“, eine traditionelle uigurische Mütze und wird jetzt häufiger von Sicherheitskräften kontrolliert.

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Verschärfte Lage in Ostturkestan

In den vergangenen Tagen hat sich die Lage in der von Uiguren besiedelten Region Xinjang (Ostturkestan) in China weiter zugespitzt. Mindestens 33 Menschen kamen bei gewaltsamen Übergriffen ums Leben.
Doch was ist passiert? Die offiziellen Darstellungen des Geschehens in den staatlichen Medien sind widersprüchlich:
„Von den chinesischen Behörden werden immer Uiguren für die Gewalt verantwortlich gemacht“, erklärte GfbV-Asienreferent Ulrich Delius in einer Pressemitteilung der GfbV. Mal sind es Bomben, die von uigurischen Tätern abgeworfen wurden, mal sind sie mit Messern auf Passanten losgegangen oder mit einem Lastwagen gezielt in eine Menschenmenge gefahren. Manche Medien wechselten ihre Darstellungen des Geschehens innerhalb weniger Stunden. Das chinesische Regime wirft uigurischen Gruppen separatistische Bestrebungen und Terrorismus vor und behauptet, „Terroristen“ aus dem Ausland steckten dahinter. Weiterlesen „Verschärfte Lage in Ostturkestan“

Briefaktion für verschwundene Uiguren

Die Weltorganisation gegen Folter bittet um Mithilfe: Vier Uiguren wurden von chinesischen Sicherheitskräften verschleppt. Es handelt sich um Ershidin Israel, sein Bruder Shemshiden Israel, Abdusalam Nasir and Abdukerin Dihan aus der Autonomen Uigurischen Region Xinjiang (Xinjiang Uyghur Autonomous Region, XUAR). Es steht zu befürchten, dass sie gefoltert werden.

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China: Geheime Propagandakampagne aufgedeckt

„Auf allen Kanälen, von klassischen Medien über das Internet bis zum Handy, sollen politisch korrekte Fakten über Geschichte und Gegenwart verbreitet werden, etwa in Form von Filmen, Fernsehgalas oder Ratespielen.“
Hätte es 1949 schon Internet und Handys gegeben, könnte diese Aussage aus Georges Orwells düsterer Zukunftsvision „1984“ stammen. Doch es ist kein fiktiver Überwachungsstaat, in dessen Dokumenten dies verlautet wird, sondern eine ganz reale Wirtschaftsmacht – China. Weiterlesen „China: Geheime Propagandakampagne aufgedeckt“