Belohnung für Kriegsverbrecher in Afghanistan

Northern Alliance troops under General Dostum’s command in Mazar-e Sharif take a break on a wall in the median of the town’s busiest street. Image: http://www.defenseimagery.mil/imagery.html#guid=eb4cc318bb6063f82960219bc71d7eff4fe0c486

Autor: Ulrich Delius, GfbV-Direktor

Mit viel Druck aus dem Ausland haben die USA am letzten Wochenende eine Lösung im Machtkampf in Afghanistan zwischen dem amtierenden Staatspräsidenten Aschraf Ghani und seinem Rivalen Abdullah Abdullah erzwungen. Die nun erzielte Machtteilung soll den innenpolitischen Streit beilegen. Seit den Wahlen vor acht Monaten rangen die Kontrahenten um die Macht und beanspruchten beide das Präsidentenamt. Eine absurde Situation, die den geplanten Abzug der US-Streitkräfte aus dem Land gefährdete.

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Menschenrechtsverteidigende in Ägypten von Folter bedroht

Autorin: Jana Siebert, Praktikantin für ethnische, religiöse, sprachliche Minderheiten und Nationalitäten

Bild: Alexander C. Kafka (CC BY-ND 2.0) via flickr

Nach den friedlichen Protesten im September 2019 gegen die Regierung von Präsident Abdel Fattah Al-Sisi gibt es in Ägypten eine Welle neuer Verhaftungen von bislang mehr als 4.300 Menschen. Die Zivilgesellschaft wird systematisch zerschlagen und mit ihr fundamentale Menschenrechte.

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Inhaftierte Bürgermeister*innen: Drei Schicksale

Autorin: Caroline Siems

Bild via Wikimedia

Die türkische Regierung geht mal wieder gegen kurdische Politiker*innen vor. Doch die Öffentlichkeit schweigt dazu. In den vergangenen Monaten wurden mehrere gewählte Bürgermeister*innen in den türkischen Kurdengebieten willkürlich inhaftiert. Die Kommunen stehen jetzt unter der Zwangsverwaltung der Türkei.

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„Wir können uns nur auf uns selbst verlassen!

Autor: Jan Diedrichsen, Bundesvorsitzender

GfbV-Aktion in Berlin. Foto: Hanno Schedler 2019

Die Europäische Union kann sich auf keine verbindliche, gemeinsame Haltung zum völkerrechtswidrigen Angriff der Türkei auf Nord- und Ostsyrien verständigen. Das Scheitern der europäischen Außenpolitik wird in der unterlassenen Hilfeleistung gegenüber den Kurden deutlich. Auch in Dänemark wird das Vorgehen der Türkei zwar massiv kritisiert. Unser Bundesvorsitzende Jan Diedrichsen fragt sich in einem Beitrag für die deutsche Tageszeitung in Dänemark „Der Nordschleswiger“ jedoch, wie weit die dänische Politik gehen würde, um den Kurden beizustehen.

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Freiheit für den „kurdischen Obama“

Bild: Niels Keilhack/ GfbV 2019

Selahattin Demirtas wird oft als „kurdischer Obama“ betitelt. Nun trifft sein Bruder Süleyman bei der GfbV auf Thomas Oppermann, Vizepräsident des Bundestags.

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Jin Jiyan- „Die Frau ist Leben“

Autorin: Theresa Meyer

Am 3. Mai 2019 wurde im Theater in Mönchengladbach das Stück „Jin Jinyan – Der Aufbruch“ aufgeführt. Erzählt wird die Geschichte der Yeziden und Yezidinnen im Sinjar, die 2014 vom IS angegriffen wurden, und des Aufbruchs des yezidischen Volkes. Aufbruch – damit ist die Flucht der Yezid*Innen vor dem Genozid und auch ihre heutige Lage zu verstehen, denn für viele beginnt nach der weitestgehenden Vertreibung des IS ein neues Leben. Die Schweizerin Anina Jendreyko, die selbst lange in kurdischen Gebieten gelebt und gearbeitet hat, hat das Stück inszeniert.

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Die unbekannten Grausamkeiten zwischen Afrika und dem Nahen Osten

Die Sinai-Halbinsel ist ein Schauplatz schwerwiegender Menschenrechtsverletzungen: Tausende Flüchtlinge werden Opfer von Menschenhandel, Entführungen, Erpressungen und Folter.

Foto: pixabay.vom

Zwischen Afrika und dem Nahen Osten liegt für Flüchtlinge aus Eritrea und dem Sudan die Hölle: Menschenhändler entführen und foltern sie, die ägyptischen Behörden schauen weg oder sind teils sogar aktiv beteiligt an dem grausamen Handel und die israelischen Behörden wollen die Flüchtlinge nur wieder loswerden. Die Sinai-Wüste scheint ein Ort zu sein, an dem internationales Recht nicht gilt.

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Wenn Wände reden könnten: Die armenische Kirche in Diyarbakir

Interview mit dem Aufseher der neu restaurierten armenischen “Surp Giragos” Kirche in Diyarbakir

Foto: Julia Buzaud via Flickr

Am 15. September 2015 wurde ein Anschlag auf die neu restaurierte armenische “Surp Giragos” Kirche in Diyarbakir (Amed), der heimlichen Hauptstadt der Kurden in der Türkei, verübt. Es ist ein Rückschlag in einem langsamen Prozess, der eigentlich Hoffnung auf Versöhnung geben soll. Denn die Kirche war 2012 nach ihrer Restaurierung für Besucher und die armenische Gemeinde vor Ort wieder geöffnet wurden. Bei seinem Besuch in Diyarbakir Anfang des Jahres sprach GfbV-Nahostreferent Kamal Sido mit dem Aufseher Behçet Çiftçi der Kirche über das Gotteshaus, den Völkermord und das Verhältnis zwischen Kurden und Armeniern.

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Eine ganze Welt nimmt Abschied: Die Beerdigung von Alan Kurdi

Journalist Ster Chalo vom Radiosender ARTAfm im GfbV-Interview über die Beerdigung von Aylan Kurdi und die aktuelle Lage in Kobani.

Foto: Radio ARTAfm

Das Bild des kleinen Flüchtlingsjungen Alan, der tot am Strand von Bodrum liegt, erzeugte eine Welle der Empörung und der Bestürzung. Heute wurde er im syrischen Kobanî beerdigt.

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Die Al-Akhdam im Jemen – Am Rande der Gesellschaft

Seit letzter Woche greift die größte sunnitische Militärallianz unter der Führung von Saudi-Arabien die schiitischen Huthi-Rebellen im Jemen aus der Luft an. Die Saudis fühlten sich durch die schiitischen Rebellen bedroht und starteten deshalb mit neun alliierten Staaten die „Operation Entscheidungssturm“. Iran hingegen soll die Schiiten durch Waffenlieferungen und Geld unterstützen. Das ärmste Land des Nahen Osten droht ein weiterer Ort zu werden, in dem der Stellvertreterkrieg um die regionale Vorherrschaft zwischen dem sunnitischen Saudi-Arabien und dem schiitischen Iran ausgetragen wird. Verlierer sind wie immer unschuldige Zivilisten: mindestens 75 Opfer werden bis dato geschätzt.

Foto: Mathieu Génon

Seit letzter Woche greift die größte sunnitische Militärallianz unter der Führung von Saudi-Arabien die schiitischen Huthi-Rebellen im Jemen aus der Luft an. Die Saudis fühlten sich durch die schiitischen Rebellen bedroht und starteten deshalb mit neun alliierten Staaten die „Operation Entscheidungssturm“. Iran hingegen soll die Schiiten durch Waffenlieferungen und Geld unterstützen. Das ärmste Land des Nahen Osten droht ein weiterer Ort zu werden, in dem der Stellvertreterkrieg um die regionale Vorherrschaft zwischen dem sunnitischen Saudi-Arabien und dem schiitischen Iran ausgetragen wird. Verlierer sind wie immer unschuldige Zivilisten: mindestens 75 Opfer werden bis dato geschätzt.

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