Lebenszeichen 2010 – Humberto Ak’abal: Die Sprache der Natur zum Leben erweckt


Als ich im November bei einem EU-Workshop in Wien war, meinte eine andere Teilnehmerin, dass sie die GfbV-Kalender so gerne möge, die wären nicht nur schön anzusehen, sondern auch immer wieder lehrreich. Kostsprobe gefällig? Hier ein Einblick in dien Lebenszeichen-Kalender 2010 und die Maya-Literatur:

„In meiner Sprache

In meiner Sprache sagt man für Poesie:

Aqajtzij (Honigwort)
Je’ltzi (Prachtwort)
Pach’umtzij (Zöpfewort)
Immer noch weiß ich nicht,
was sie taugt,
trotzdem mach ich weiter

(Humberto Ak’abal)“

In unserem GfbV-Kalender „Lebenszeichen 2010“ ist der Februar der Maya-Literatur gewidmet. Besonders dem mittlerweise auch international bekannten Lyriker Humberto Ak’abal, der 1952 in Nomostenango, Totonicapán in Guatemala, geboren wurde.


Er gehört zur Gruppe der Maya-K’ich’e. Sein Dorf, wo er seinen Lebensunterhalt als Schafshirte und Weber verdiente, verließ er schon in jungen Jahren, um sein Glück in der Hauptstadt zu versuchen. Dort schlug er sich mit Gelegenheitsjobs durch und begann ab den 1980ern auf Maya-K’ich’e zu schreiben, einer Sprache, die ihren Ursprung lange vor der Konquista hat. Humberto Ak’abal beschreibt sie als eine poetische, kehlige Sprache, reich an Lautmalerei. In seinen Arbeiten besitzen Bäume, Blätter, Tiere und Dinge die Gabe der Sprache. In seiner Autobiographie „Das Weinen des Jaguars“ beschreibter es wie folgt:

„Als erstes lernte ich, die Dinge auf Maya-K’ich’e zu bezeichnen, denn Geschichten, Lieder, Ratschläge und Unterweisungen in meiner Muttersprache waren das Fundament meines kindlichen Wissens, das Deuten physischer Erscheinungen, das Zwitschern der Vögel, das Bellen, Grunzen, Zischen und Heulen anderer Tiere, das Tosenoder Säuseln des Windes – also alles, was erinnert und mündlich überliefert wurde. Das ist der Schatz, den mir meine Großeltern in ihren Stimmen hinterlassen haben.

In der Grundschule musste ich auf Spanisch lesen und schreiben lernen. Das war anfangs sehr schwer, aber immerhin entdeckte ich dadurch die große Welt der Bücher. Ein paar Jahre später beherrschte mich das Verlangen nach immer neuen Lesestoff, und ich fing an, überall nach Büchern zu suchen.(…)“

Wollen Sie nun mehr wissen? Näheres findet sich im GfbV-Kalendar „Lebenszeichen“, der immer wieder schön anzusehen und lehrreich ist.

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Ein Gedanke zu “Lebenszeichen 2010 – Humberto Ak’abal: Die Sprache der Natur zum Leben erweckt

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