Die Verschränkung von LGBTIQ*-Feindlichkeit und Religion

Autorin: Katrin Hirsch, ehem. Praktikantin der GfbV

Bild: mathiaswasik/Flickr (CC) BY-SA 2.0, „LGBT Solidarity Rally“,  https://www.flickr.com/photos/wasik/31901507003

Die Rechte von LGBTIQ-Menschen werden in den meisten Regionen der Welt immer noch stark eingeschränkt. Oft ist die Ausgrenzung von ihnen mit den Ansichten der dominierenden Glaubensrichtung über queerness verknüpft. Diese Verbindung zwischen Religion und Diskriminierung von LGBTIQ-Menschen und die besondere Situation für queere Menschen, die zudem in den jeweiligen Regionen oder Staaten Minderheiten angehören, soll im Folgenden thematisiert werden.[1]

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Abwehrreaktionen weißer Menschen auf die Thematisierung von Rassismus

Autorin: Katrin Hirsch, Praktikantin im Referat ethnische und sprachliche Minderheiten und Nationalitäten

Bild: Rasande Tyskar/Flickr (CC) BY-NC 2.0, „Rassismus ist keine Alternative“, https://www.flickr.com/photos/rasande/49569434022

Egal, ob es um die Änderung kolonialer Straßennamen, die Entfernung kolonialer Denkmäler, das Überdenken der Nutzung rassistischer Wörter oder die Auseinandersetzung mit Alltagsrassismus und strukturellem Rassismus in der Gesellschaft und der Polizei geht, es tauchen immer wieder die gleichen Reaktionen und die gleichen Argumente auf, mit denen diesen Debatten begegnet wird.

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Der Preis der Neutralität: Wie das Internationale Olympische Komitee (IOC) die Olympischen Werte verkauft

Autorin: Dörte Beuermann, Praktikantin im Bereich Genozidprävention & Schutzverantwortung

Bild: https://openclipart.org/detail/216060/ioc-and-human-rights
Lizenz: Creative Commons Zero 1.0 Public Domain Licens

Im Februar 2022 werden die Olympischen Winterspiele in Peking ausgetragen: Die Vorbereitungen laufen bereits jetzt auf Hochtouren. Doch Peking ist weder ein Wintersportgebiet noch ist der Bau der Sportstätten umweltfreundlich – ganz im Gegenteil. Die chinesische Regierung unterdrückt seit Jahrzehnten systematisch Uigur*innen, Kasach*innen, Tibeter*innen, Mongol*innen, Christ*innen im Land; die Liste ließe sich noch lange fortführen. Die Olympische Idee steht für Frieden, Toleranz und Menschenwürde. Warum also, hat das Internationale Olympische Komitee (IOC) ausgerechnet China als Gastgeber gewählt? Ein Blick auf die Geschichte des IOC verrät, dass die Achtung dieser Werte selten an oberster Stelle stand. 

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Interview mit Tun Khin – Rohingya-Aktivist und Überlebender des Genozids und Präsident der Burmese Rohingya Organization UK

Interview geführt mit Jasna Causevic und übersetzt von Carla Brandes

Wahlen in Myanmar sind keine einfachen Wahlen. Es sind die Wahlen, die in einem Land durchgeführt werden, in dem 2017 schwere Menschenrechtsverletzungen einschließlich des Genozids begangen wurden. Meine Frage ist, wie die internationale Gemeinschaft sicherstellen kann, dass die Wahlen in Myanmar internationalen Standards entsprechen? Das würde bedeuten, dass die internationale Gemeinschaft keine Wahlaktivitäten, keine Verlautbarungen und Mittel unterstützen sollte, die die Diskriminierung ethnischer und religiöser Minderheiten legitimieren und festschreiben und Hass schüren.

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Indigene Kandidat*innen bei der US-Wahl 2020 (Teil 2)

Autorin: Yvonne Bangert, Referentin für indigene Völker

Bild: https://indiancountrytoday.com/news/native-candidates-light-up-state-local-ballots-9vXRbpqwokaIHTxpl4RFmQ

Kandidat*innen der Native Americans haben bei den Wahlen am 3. November Geschichte geschrieben. Erfolgreich konnten sie eine Vielzahl von Mandaten auf Bundesebene, in den Staatenparlamenten und auf lokaler Ebene erringen. Allein 13 Kandiat*innen aus acht Staaten bewarben sich, teils gegeneinander, um elf Sitze im Repräsentantenhaus. Sechs von ihnen setzten sich durch. Nie zuvor hatte diese Kammer des Kongresses so viele indigene Abgeordnete.

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Transnistrien & Russland: Zwischen Liebe und Verachtung

Autorin: Thelma Divry, Praktikantin im Referat ethnische und religiöse Minderheiten und Nationalitäten

Bild: STRINGER / EPA/MAXPPP – https://www.la-croix.com/Actualite/Monde/Apres-la-Crimee-la-Transnistrie-reve-de-Moscou-2014-03-20-1123325

Zwischen Moldawien und der Ukraine befindet sich ein politisches Gebilde, welches alle Attribute eines Staates hat: Fahne, Regierung, Armee und Zentralbank. Transnistrien ist aber den meisten Menschen unbekannt. Dennoch ist dieses de-facto Regime von zentraler Bedeutung in der Einflussstrategie Russlands gegenüber den ehemaligen Satellitenstaaten der UdSSR in Osteuropa.

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Indigene Kandidat*innen bei der US-Wahl 2020

Autorin: Sarah Schmitz, Praktikantin in der digitalen Kommunikation

Bild: Jens-Olaf Walter via flickr (CC BY-NC 2.0)

Denken wir an die anstehenden Wahlen in den USA fallen wohl vor allem die Namen Trump und Biden. Aber nicht nur der Präsident wird gewählt, sondern auch 435 Abgeordnete des Repräsentantenhauses, 35 der 100 Senator*innen, 13 Gouverneur*innen, sowie die Parlamente von 44 der 50 Bundestaaten. Welche Rolle spielen dabei indigene Kandidat*innen?

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Kein Ende in Sicht: Andauernde Repressionen gegenüber der Rohingya-Minderheit in Myanmar

Autorin: Lara Husar, Praktikantin

Bild: United to End Genocide via flickr

Am 25. August jährte sich der 2016 und 2017 vom myanmarischen Militär an den Rohingya verübte Genozid. Verbessert hat sich die Lage für die Rohingya-Bevölkerung in dem Vielvölkerstaat seither kaum. Ihnen wurden Bürger- und Menschenrechte aberkannt und der Zugang zu verschiedenen Bereichen des öffentlichen Lebens bleibt ihnen verwehrt. Weder Bewegungs- und Religionsfreiheit wird ihnen gewährt noch der Zugang zu Bildung, dem Gesundheitssystem oder dem Wohn- und Arbeitsmarkt ermöglicht. Auch in den Flüchtlingscamps der Nachbarstaaten sind Repression, Kriminalisierung und Willkür noch immer an der Tagesordnung. Die diesjährigen Wahlen geben wenig Anlass zur Hoffnung, auf eine baldige Verbesserung der Situation. Die internationale Gemeinschaft ist über die Krise informiert und reagiert doch unzureichend.

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Die „Friedensquelle“ Erdogans

Autor: Jasper Killewald, Praktikant

Bild: Caroline Siems/ GfbV 2020

Am 9. Oktober 2019 startete die Türkei die Operation „Friedensquelle“, um die von Syrien ausgehende Bedrohung abzuwehren. Diese stellt dabei selbst eine Gefahr für die in Syrien lebenden Minderheiten dar.

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Wahlrecht der Indigenen mit Füßen getreten

Autorin: Miriam Knapp, Praktikantin im Referat Indigene Völker

„Wahlkampf im Umkreis von 100 Fuß (30,5 Metern) um das Wahllokal untersagt.“; Njl via Flickr.

Der Kampf für gerechte Wahlbedingungen Indigener in den USA geht weiter. Trotz COVID-19 geben Aktivist*innen alles, um die rund 2,4 Millionen wahlberechtigten Indigenen zu mobilisieren.  

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