Delphine Horvilleurs Überlegungen zur Frage des Antisemitismus

Autorin: Hannah Mohr, GfbV-Praktikantin in der digitalen Kommunikation

Bild: Deutschlandfunk Kultur

Laut einer Studie des Jüdischen Weltkongresses hegt jede vierte deutsche Person antisemitische Gedanken. Die Befragung, die kurz vor dem Anschlag auf die Synagoge in Halle im Oktober 2019 stattfand, macht klar: Die Thematik des Essays ist aktueller denn je und greift auf, was heute oftmals als vergangene Geschichte stigmatisiert wird. Antisemitismus ist allgegenwärtig und keineswegs Vergangenheit aus Zeiten des Zweiten Weltkriegs. Wie also die Balance finden zwischen ständigem Hochholen vergangener Ereignisse und dem Vergessen? 

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Bericht aus Brasilien: Indigene schützen sich vor Corona

Autorin: Regina Sonk, Referentin für Indigene Völker

Indigene trifft die Corona-Krise besonders hart: Die Gefahr der Ansteckung birgt sehr viel mehr Risiken in Ländern, deren Regierungen ohnehin wenig für Indigene tun. Wenn Krankenhäuser weit entfernt sind und keine wirtschaftlichen „Rettungsschirme“ aufgespannt werden, entscheiden sich indigene Gemeinschaften für eigene Hilfsmaßnahmen. Tourist*innen, aber auch anderweitige Besuche von außen, lassen sie nicht mehr zu. Internationale Reisen z.B. zu den Vereinten Nationen sagen sie ab. Francisco Piyãko von den Asháninka berichtet uns über die Situation Indigener im Bundesstaat Acre in Brasiliens Amazonas-Region. Wir wollen Euch hier nur exemplarisch eines von vielen Fallbeispielen vorstellen. Auch weit über Brasilien hinaus erheben Indigene in Zeiten von Corona ihre Stimmen. 

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Wie erleben Indigene Covid-19?

Übersetzung und Bearbeitung: Yvonne Bangert

Indigene sind durch die Pandemie besonders großen Risiken ausgesetzt, sie sind mehr als andere Bevölkerungsgruppen gefährdet. Warum ist das so? Oft leben sie in abgelegenen Gegenden, die von außen kaum erreichbar sind. Die Versorgung mit gesunder Nahrung, sauberem Wasser oder Dienstleistungen einer Gesundheitsversorgung sind oft schlecht oder gar nicht erreichbar. In vielen Gebieten ist die Zahl der Indigenen mit Vorerkrankungen wie Diabetes oder Herzkreislauferkrankungen, die ein besonders großes Risiko für schwere Krankheitsverläufe nach einer Infizierung darstellen, sehr hoch. Gleichzeitig ist der soziale Zusammenhalt in indigenen Gemeinschaften meist ganz besonders eng. Viele leben in Großfamilien zusammen. So fällt das Gebot der Kontaktvermeidung hier ganz besonders schwer. 

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Proteste in Indien: Die Heldinnen von Neu-Delhis Shaheen Bagh

Autorin: Natalie Friedl, Praktikantin bei der GfbV

Bild: UN Women Asia and the Pacific via Flickr.

Indiens neues Staatsbürgerschaftsgesetz soll religiöse Minderheiten vor Verfolgung schützen, doch muslimische Inder*innen sind explizit von der Regelung ausgeschlossen. Seit nun mehr als zwei Monaten wird in der Hauptstadt deshalb demonstriert. Frauen nehmen bei den Protesten eine Schlüsselrolle ein.

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Presidents Day 2020: Wie Donald Trump Native Americans entwürdigt & wie sie dagegen ankämpfen

Autorin: Julia Liemann, Praktikantin in der Online Redaktion

Bild: Joe Brusky via Flickr.

Seit Donald Trump als Präsident der USA im Amt ist, hat seine Administration Richtlinien, die die Rechte indigener Völker schützen, zurückgeschraubt und missachtet die Native Americans und deren Souveränität.

Um den Kampf für Indigene Rechte zu unterstützen, müssen wir uns gegen die kontinuierliche Respektlosigkeit und Außerachtlassung der indigenen Gemeinschaften durch die Administration wenden und lernen, wie wir indigene Völker unterstützen können, wenn die Regierung sich weigert, dies zu tun. Die US-amerikanische NGO Cultural Survival hat einige wichtige Punkte zusammengestellt:

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Verfolgung von Christ*innen in China: Der Fall der „Kirche des Allmächtigen Gottes“

Autor: Hanno Schedler, Referent im Referat für Genozid-Prävention und Schutzverantwortung

Bild: Kirche des Allmächtigen Gottes.

Sophia Bai ist eine chinesische Christin. Sie ist Angehörige der „Kirche des Allmächtigen Gottes“ (KAG) und musste vor der Verfolgung durch die chinesische Regierung aus ihrer Heimat fliehen. Schätzungen zufolge leben in China 82 bis 130 Millionen Christ*innen. Nur ein kleiner Teil von ihnen ist in den fünf offiziell von der Kommunistischen Partei erlaubten Religionsgemeinschaften organisiert. Die Zahl der staatlichen Übergriffe verfünffachte sich zwischen 2017 und 2018.

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Brasilien: Ein Land befindet sich im religiösen Wandel

Autorin: Özge Özden, Praktikantin im Referat für Indigene Völker

Bild: Steve Martinez via Flickr.

Erneut sorgt Brasiliens Staatspräsident Jair Messias Bolsonaro für Schlagzeilen weltweit: Er ernannte vor kurzem den Anthropologen und evangelikalen Missionar Ricardo Lopes Dias zum neuen Leiter für den Bereich „Unkontaktierte Völker“ in der Indigenen-Behörde Funai. Demzufolge sollen über 100 freiwillig abschieden lebende indigene Völker Brasiliens unter seinem Schutz stehen. Dias arbeitete von 1997 bis 2007 für die „New Tribes Mission“.

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Smog in Sarajevo: Wenn das Atmen zur gesundheitlichen Gefahr wird

Autorin: Lena Röseler, Praktikantin im Referat für Genozidprävention und Schutzverantwortung

Die Meldungen über die starke Luftverschmutzung im Winter in Sarajevo werden mittlerweile zur traurigen Tradition: Trotz Warnungen der Vereinten Nationen (UN) geschieht nur wenig in Bosnien und Herzegowina, um der hohen Feinstaubbelastung entgegen zu wirken. Und das, obwohl die Lebenserwartung der Bevölkerung aufgrund der schlechten Werte bereits um 1,3 Jahre gesunken ist.

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Unser Jahr der indigenen Sprachen

Autorin: Regina Sonk, Referentin für indigene Völker

2019 war das Internationale Jahr der indigenen Sprachen: Ausgerufen von den Vereinten Nationen zur Sichtbarmachung und zum Schutz indigener Sprachen weltweit. Die rund 4.000 indigenen Sprachen stehen unter der akuten Bedrohung zu einem Großteil zu verschwinden. Ihre indigenen Sprecher*innen versuchen, ihre mündlich überlieferten Sprachen in Gesellschaften zu erhalten, die weder im Bildungssystem noch auf dem Arbeitsmarkt auftauchen.

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„In the Name of Confucius“: Eine Tour durch Deutschland

Autor: Noel Bronner, Praktikant im Referat für Genozidprävention und Schutzverantwortung

Gemeinsam mit der Tibet Initiative Deutschland (TID) haben wir eine Veranstaltungsreihe organisiert, in der wir in zehn Städten in ganz Deutschland den Film „In the Name of Confucius“ gezeigt haben. Für die Reihe hatten wir die kanadische Regisseurin des Dokumentarfilms, Doris Liu (zweite von links im Foto), nach Deutschland eingeladen. Thema dieser Veranstaltungen waren die sogenannte Konfuzius-Institute. Gemeinsam mit zahlreichen Gästen wie Margarete Bause (MdB), Frank Heinrich (MdB) und auch Vertreter*innen der Konfuzius-Institute entstanden spannende und kontroverse Diskussionen über den wachsenden Einfluss der chinesischen Regierung an deutschen Hochschulen.

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