Minderheiten in der Literatur: "There will be no surrender"

Autorin: Yvonne Bangert, Referentin für Indigene Völker

Ein Mensch, dem schon als Kind der Boden unter den Füßen weggezogen wird. Ein Leben im freien Fall. So liest sich der Lebensbericht von Mitch Walking Elk (69), Cheyenne-Arapahoe, Musiker, Lehrer, Ex-Strafgefangener, Ex-Alkoholiker, Kämpfer in der Bürgerrechtsbewegung des American Indian Movement (AIM), Vater, Großvater, Ehemann, zumindest zu Beginn.

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Kultureller Genozid: Was unternimmt Kopenhagen?

Autor: Jan Diedrichsen, GfbV-Bundesvorsitzender

Foto: uyghur_nur, twitter

Menschenrechte haben in den letzten Jahren in der internationalen Politik massiv an Bedeutung verloren, meint der Leiter des Kopenhagener Sekretariats der deutschen Minderheit in Dänemark, Jan Diedrichsen. Das zeigt vor allem der Fall der Uiguren in China.

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Licht ins Dunkel bringen – Gewalt gegen Frauen aus Minderheiten thematisieren: Eine Bilderreihe

Autorin: Lina Stotz, GfbV-Referentin für ethnische, sprachliche und religiöse Minderheiten mit Zeichnungen von Jana Siebert und Lina Stotz

Heute, am 25. November, ist der Internationale Tag gegen Gewalt gegen Frauen. Da kommt oft die Frage auf: „Jede Form von Gewalt ist schlecht, warum muss es dann eigentlich extra einen Tag gegen Gewalt gegen Frauen geben?“ Weil Gewalt, die Frauen betrifft, oft nicht nur das Leben einer Frau zerstört, sondern oft darauf abzielt, ganze Gemeinschaften zu zerrütten. Dies ist verstärkt der Fall bei Gewalt gegen Frauen, die Minderheiten angehören. Eine effektive Strafverfolgung, Vermeidung und die Reintegration der Opfer ist jedoch oft schwierig; denn Gewalt gegen Frauen und besonders der Begriff der „sexualisierten Gewalt“ sind nicht klar definiert. Dadurch bleiben viele Taten ungeahndet und Opfer werden alleine gelassen.

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Die Arktis schmilzt – der Kampf um die Rohstoffe beginnt

Autorin: Tilia Götze, Praktikantin im Fachreferat für Indigene Völker

Christopher Michel via: Flickr

Das einst ewige Eis der Arktis schmilzt immer schneller und die großen Industrienationen – darunter Deutschland – machen sich bereit zur Erschließung der Rohstoffe. Für die indigene Bevölkerung besteht hierbei die Gefahr der Zerstörung ihrer traditionellen Kulturen und der Missachtung ihrer Rechte. Auch die Auswirkungen der Eisschmelze auf die Klimakrise gehen durch die Wirtschaftsinteressen der Staaten im Diskurs unter.

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Zunehmend radikaler Protest und sichtbarer Rassismus in Bolivien – der Andenstaat nach Morales‘ Rücktritt

Autorin: Regina Sonk, Referentin für Indigene Völker

Bild: Schockierende Worte auf den Straßen von Bolivien
“Es lebe Bolivien frei von Indios“

Es sind Bilder voller Gewalt an Demonstrierenden: Nach Ecuador und Chile jetzt auch in Bolivien. Überraschend war Boliviens Präsident Evo Morales am 11. November zurückgetreten und befand sich einen Tag später schon im politischen Exil in Mexiko. Viele seiner politischen Mitstreiter*innen folgten ihm. Von einem Militärputsch sprechen inzwischen nicht nur Morales-Anhänger. Diese Annahmen in den sozialen Medien finden sich nun auch in Medienaussagen wider. Demnach war der fingierte Wahlbetrug Aufhänger für die Opposition. Polizei und Militär stellten sich öffentlich gegen den Präsidenten und wecken so Erinnerungen an zahlreiche vergangene Militärputsche Südamerikas.

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Südsudan: Eine (Un-)Möglichkeit des Friedens?

Autor: Lasse Meyerink, Praktikant bei der politischen Leitung der GfbV

Bild: UN Photo/JC McIlwaine; als Titelbild

Der 12. November 2019 stellt ein Datum besonderer Bedeutung für den Südsudan dar: An diesem Tag endet die Frist zur Bildung einer nationalen Übergangsregierung, um nach jahrelangem Bürgerkrieg schließlich Frieden im Land einkehren lassen zu können. Trotz Annäherungen der Konfliktparteien erscheint eine Einigung jedoch noch in weiter Ferne. Wie auch immer sich die Lage im Land entwickeln mag – eins steht fest: die Dimensionen des Leides der südsudanesischen Zivilbevölkerung sind kaum noch zu übertreffen.   

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Menschenrechtsverteidigende in Ägypten von Folter bedroht

Autorin: Jana Siebert, Praktikantin für ethnische, religiöse, sprachliche Minderheiten und Nationalitäten

Bild: Alexander C. Kafka (CC BY-ND 2.0) via flickr

Nach den friedlichen Protesten im September 2019 gegen die Regierung von Präsident Abdel Fattah Al-Sisi gibt es in Ägypten eine Welle neuer Verhaftungen von bislang mehr als 4.300 Menschen. Die Zivilgesellschaft wird systematisch zerschlagen und mit ihr fundamentale Menschenrechte.

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Inhaftierte Bürgermeister*innen: Drei Schicksale

Autorin: Caroline Siems

Bild via Wikimedia

Die türkische Regierung geht mal wieder gegen kurdische Politiker*innen vor. Doch die Öffentlichkeit schweigt dazu. In den vergangenen Monaten wurden mehrere gewählte Bürgermeister*innen in den türkischen Kurdengebieten willkürlich inhaftiert. Die Kommunen stehen jetzt unter der Zwangsverwaltung der Türkei.

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Der Amazonas brennt – Indigene weiterhin in Gefahr!

Autor: Jonas Stünkel

Bild: Percursodacultura via Flickr

Der Regenwald steht in Flammen – dies ist ein jährlich wiederkehrendes natürliches Ereignis, doch dieses Jahr ist ein ganz besonderes mediales Interesse auf den brennenden Regenwald gerichtet, denn trotz zunehmender Klimaschutzmaßnahmen weltweit brennt dieses Jahr viel mehr Wald als in den Jahren zuvor. Was hat das für Folgen, wie kommt es überhaupt dazu und wer steht in der Verantwortung?

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Luegner oder Leugner

Autor: Stephan Müller, Politikwissenschaftler

Bild: Peter Handke (Wikimedia Commons)

„Wer pro-serbisch ist, stellt sich nicht auf die Seite von Massenmördern und Kriegsverbrechern und wer Jugoslawien nachtrauert, indem er sich auf die Seite von Massenmördern und Kriegsverbrechern stellt, hat Jugoslawien nicht ganz verstanden.“

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