„In the Name of Confucius“: Eine Tour durch Deutschland

Autor: Noel Bronner, Praktikant im Referat für Genozidprävention und Schutzverantwortung

Gemeinsam mit der Tibet Initiative Deutschland (TID) haben wir eine Veranstaltungsreihe organisiert, in der wir in zehn Städten in ganz Deutschland den Film „In the Name of Confucius“ gezeigt haben. Für die Reihe hatten wir die kanadische Regisseurin des Dokumentarfilms, Doris Liu (zweite von links im Foto), nach Deutschland eingeladen. Thema dieser Veranstaltungen waren die sogenannte Konfuzius-Institute. Gemeinsam mit zahlreichen Gästen wie Margarete Bause (MdB), Frank Heinrich (MdB) und auch Vertreter*innen der Konfuzius-Institute entstanden spannende und kontroverse Diskussionen über den wachsenden Einfluss der chinesischen Regierung an deutschen Hochschulen.

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Kohle ist ein schmutziges Geschäft

Autorin: Yvonne Bangert, GfbV-Expertin für Indigene Völker

Bild: Fridays for Future via Flickr

Vom interkontinentalen Kohledeal zwischen Australien und Asien profitiert nur der indische Mischkonzern ADANI.

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Von Kopenhagen über Luxemburg nach Barcelona: Katalanisches Wechselbad der Gefühle

Autor: Jan Diedrischen, GfbV-Bundesvorsitzender

Alfred Bosch (Mitte) Bild: Marc Puig i Perez

Alfred Bosch, der für auswärtige Angelegenheiten zuständige Minister der katalanischen Regionalregierung, erlebte am 18. Dezember während seines Besuchs in Kopenhagen ein Wechselbad der Gefühle. Im Gegensatz zu der katalanischen Delegation, die kurz zuvor in Berlin zu Gast war, gelang in der dänischen Hauptstadt unter anderem ein Gespräch mit dem Außenpolitischen Ausschuss des Folketings und auf Betreiben der Abgeordnete musste sich der zuständige dänische Minister äußern: Außenminister Jeppe Kofod (Sozialdemokrat) hatte drei Punkte in seinem Redemanuskript dabei, die er immer wieder in Variationen wiederholte: Spanien ist ein Rechtsstaat, das Unabhängigkeitsreferendum der Katalanen war verfassungswidrig, die grundlegenden Menschenrechte in Spanien sind gewährleistet.

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„Ich wurde als Sklave geboren“

Autor: Jakob Faust, GfbV-Praktikant

Bild: Evgeni Zotov

Brahim Ramdhane wurde 1966 als Sklave geboren. Die Religion schreibt vor, wen Gott als Sklav*in geschaffen hat – und wen als Meister*in. Wie befreit man sich von solchen Ketten? Ketten, die laut Ramdhane nicht an Händen und Füßen befestigt sind, sondern im Kopf. In der Art zu denken. Wer nie etwas Anderes gekannt hat, der kann sich auch nichts Anderes vorstellen, der kann sich auch nicht selbst befreien. Ramdhanes Glück: Mit sechs Jahren besuchte er durch Zufall die Schule – diese Erfahrung half ihm, die Ketten zu brechen. Damit begann ein lebenslanger Kampf gegen die Herrschaftsverhältnisse in Mauretanien.

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Minderheiten in der Literatur: "There will be no surrender"

Autorin: Yvonne Bangert, Referentin für Indigene Völker

Ein Mensch, dem schon als Kind der Boden unter den Füßen weggezogen wird. Ein Leben im freien Fall. So liest sich der Lebensbericht von Mitch Walking Elk (69), Cheyenne-Arapahoe, Musiker, Lehrer, Ex-Strafgefangener, Ex-Alkoholiker, Kämpfer in der Bürgerrechtsbewegung des American Indian Movement (AIM), Vater, Großvater, Ehemann, zumindest zu Beginn.

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Kultureller Genozid: Was unternimmt Kopenhagen?

Autor: Jan Diedrichsen, GfbV-Bundesvorsitzender

Foto: uyghur_nur, twitter

Menschenrechte haben in den letzten Jahren in der internationalen Politik massiv an Bedeutung verloren, meint der Leiter des Kopenhagener Sekretariats der deutschen Minderheit in Dänemark, Jan Diedrichsen. Das zeigt vor allem der Fall der Uiguren in China.

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Licht ins Dunkel bringen – Gewalt gegen Frauen aus Minderheiten thematisieren: Eine Bilderreihe

Autorin: Lina Stotz, GfbV-Referentin für ethnische, sprachliche und religiöse Minderheiten mit Zeichnungen von Jana Siebert und Lina Stotz

Heute, am 25. November, ist der Internationale Tag gegen Gewalt gegen Frauen. Da kommt oft die Frage auf: „Jede Form von Gewalt ist schlecht, warum muss es dann eigentlich extra einen Tag gegen Gewalt gegen Frauen geben?“ Weil Gewalt, die Frauen betrifft, oft nicht nur das Leben einer Frau zerstört, sondern oft darauf abzielt, ganze Gemeinschaften zu zerrütten. Dies ist verstärkt der Fall bei Gewalt gegen Frauen, die Minderheiten angehören. Eine effektive Strafverfolgung, Vermeidung und die Reintegration der Opfer ist jedoch oft schwierig; denn Gewalt gegen Frauen und besonders der Begriff der „sexualisierten Gewalt“ sind nicht klar definiert. Dadurch bleiben viele Taten ungeahndet und Opfer werden alleine gelassen.

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Die Arktis schmilzt – der Kampf um die Rohstoffe beginnt

Autorin: Tilia Götze, Praktikantin im Fachreferat für Indigene Völker

Christopher Michel via: Flickr

Das einst ewige Eis der Arktis schmilzt immer schneller und die großen Industrienationen – darunter Deutschland – machen sich bereit zur Erschließung der Rohstoffe. Für die indigene Bevölkerung besteht hierbei die Gefahr der Zerstörung ihrer traditionellen Kulturen und der Missachtung ihrer Rechte. Auch die Auswirkungen der Eisschmelze auf die Klimakrise gehen durch die Wirtschaftsinteressen der Staaten im Diskurs unter.

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Zunehmend radikaler Protest und sichtbarer Rassismus in Bolivien – der Andenstaat nach Morales‘ Rücktritt

Autorin: Regina Sonk, Referentin für Indigene Völker

Bild: Schockierende Worte auf den Straßen von Bolivien
“Es lebe Bolivien frei von Indios“

Es sind Bilder voller Gewalt an Demonstrierenden: Nach Ecuador und Chile jetzt auch in Bolivien. Überraschend war Boliviens Präsident Evo Morales am 11. November zurückgetreten und befand sich einen Tag später schon im politischen Exil in Mexiko. Viele seiner politischen Mitstreiter*innen folgten ihm. Von einem Militärputsch sprechen inzwischen nicht nur Morales-Anhänger. Diese Annahmen in den sozialen Medien finden sich nun auch in Medienaussagen wider. Demnach war der fingierte Wahlbetrug Aufhänger für die Opposition. Polizei und Militär stellten sich öffentlich gegen den Präsidenten und wecken so Erinnerungen an zahlreiche vergangene Militärputsche Südamerikas.

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Südsudan: Eine (Un-)Möglichkeit des Friedens?

Autor: Lasse Meyerink, Praktikant bei der politischen Leitung der GfbV

Bild: UN Photo/JC McIlwaine; als Titelbild

Der 12. November 2019 stellt ein Datum besonderer Bedeutung für den Südsudan dar: An diesem Tag endet die Frist zur Bildung einer nationalen Übergangsregierung, um nach jahrelangem Bürgerkrieg schließlich Frieden im Land einkehren lassen zu können. Trotz Annäherungen der Konfliktparteien erscheint eine Einigung jedoch noch in weiter Ferne. Wie auch immer sich die Lage im Land entwickeln mag – eins steht fest: die Dimensionen des Leides der südsudanesischen Zivilbevölkerung sind kaum noch zu übertreffen.   

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