Online-Autoritarismus: beliebtes Druckmittel unter totalitären Machthabern?

Bild: Dominic Hartnett (CC BY-NC-ND 2.0) via Flickr

Autorin: Melissa Kaatz

Allein im Jahr 2018 kam es zu rund 200 Internet-Sperrungen in über 20 Ländern durch diktatorische Regime. Sie dienen als Mittel zur Machterhaltung und -kontrolle.

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Endlich frei: Oleg Senzow mit seiner Familie vereint

Bild: Antonymon (CC BY-SA 4.0) via Wikimedia

Autor: Jan Diedrichsen, Bundesvorsitzender der GfbV

Kiew und Moskau haben am Wochenende 70 Gefangene ausgetauscht. Unter den Freigelassenen ist auch der ukrainischer Filmregisseur Oleg Senzow. Der 43-jährige Aktivist wurde in Simferopol geboren und hat fast sein ganzes Leben auf der Krim verbracht.

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Freiheit für den „kurdischen Obama“

Bild: Niels Keilhack/ GfbV 2019

Selahattin Demirtas wird oft als „kurdischer Obama“ betitelt. Nun trifft sein Bruder Süleyman bei der GfbV auf Thomas Oppermann, Vizepräsident des Bundestags.

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Das Gedenken der Herero in Namibia im Lichte internationaler Verhandlungen

Bild: Victor Paereli via Flickr.

Autorin: Antonia März

Tausende Menschen werden sich zum jährlichen Herero Day in Namibia versammeln, der am 25. August beginnt. In Okahandja, wo sich die Gräber der Hereroanführer befinden, gedenken sie ihrer Ahnen und erhalten die Erinnerung an die Kriegsjahre aufrecht.

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Warum will Trump Grönland kaufen?

Bild: Rita Willaert via Flickr.

Autor: Jan Diedrichsen, Bundesvorsitzender der GfbV

Ganz Grönland und Dänemark reiben sich heute morgen die Augen: Der amerikanische Präsidenten Donald Trump hat auf Twitter seinen Staatsbesuch in Kopenhagen, der in zwei Wochen stattfinden sollte, kurzerhand abgesagt. Der Hintergrund: Die dänische Regierungschefin Mette Frederiksen (Soz.) hatte das „Angebot“ des Präsidenten abgelehnt, über den Verkauf der weltweit größten Insel, Grönland, zu verhandeln. Mit dem Verweis, Grönland gehöre nicht Dänemark, sondern den Grönländern. Trump as always: Nach beleidigt, folgte die Absage des Besuchs. Die Königin und die erst kürzlich gewählte neue Regierungschefin in Dänemark haben nun unverhofft einen Tag ohne Termine im Kalender.

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Liquidierung des „Zigeunerlagers“: Gedenken mit Auftrag

Bild: Auschwitz I via Flickr.

Autor: Jan Diedrichsen, Bundesvorsitzender der GfbV; erschienen in der Tageszeitung „Der Nordschleswiger“

Rund 500.000 Sinti und Roma wurden von den Nationalsozialisten ermordet. Auf Romanes heißt dieser Genozid Porajmos, was „Verschlingen“ bedeutet.

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Kashmir: Unabhängigkeitstag und Opferfest unter Hochspannung

Bild: Occupied Kasmir via Wikipedia.

Autor: Robin Shakibaie, Referat für ethnische, religiöse und autochthone Minderheiten

Die Lage in Kaschmir spitzt sich zu: Der drohende Entzug des Autonomiestatus der Region, trübt das Opferfest vieler Muslime beidseits der Demarkationslinie.

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Verschwindenlassen: Familien bleiben in Machtlosigkeit und Angst zurück

Bild: Dying Regime via Flickr.

Autorin: Linda Fiene, GfbV-Referentin

Das deutsche Wort Verschwindenlassen (in Englisch: „enforced disappearance“) klingt harmloser, als es ist. Gemeint ist damit jedoch eine der gravierendsten Menschenrechtsverletzungen, die es gibt. Menschen systematisch verschwinden zu lassen, ist eine politische Praxis, um Gruppen oder der ganzen Bevölkerung das Gefühl der Sicherheit zu entziehen. Familien bleiben in Ungewissheit zurück und fühlen sich hilflos. Verschwindenlassen dient auch dazu, Macht zu demonstrieren und Gegner zum Schweigen zu bringen. Deshalb findet diese Methode in allen Teilen der Welt Anwendung.

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„Die Menschen haben gelernt, ihre Stimmen nicht mehr allzu laut zu erheben“

Von links: Tienchi Martin-Liao, Maira Haroon, Antonia März, Pan Yongzhong . Foto: Hanno Schedler / GfbV 2019

Ein Interview mit der Präsidentin des Unabhängigen Chinesischen P.E.N. Zentrums Tienchi Martin-Liao, geführt von Antonia März und Maira Haroon

Als Präsidentin des Unabhängigen Chinesischen P.E.N. Zentrums setzt Tienchi Martin-Liao sich für Meinungs- und Pressefreiheit in China ein und unterstützt verfolgte Autorinnen und Autoren. Herr Pan Yongzhong ist ebenfalls langjähriges Mitglied des P.E.N. Zentrums, hat sich in einem seiner Bücher intensiv mit dem chinesischen Zensursystem beschäftigt und engagiert sich in der chinesischen Demokratiebewegung. Wir haben mit den beiden über das Massaker auf dem Platz des himmlischen Friedens (Tiananmen) vom 4. Juni 1989 und dessen Auswirkungen auf die Menschenrechtslage im heutigen China gesprochen.

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Zuckerbrot und Peitsche im Sudan

Quelle: Nina R via Flickr

Autor: Ulrich Delius, GfbV-Direktor

Mit allen Mitteln versucht Sudans regierender Militärrat, die Protestbewegung für mehr Demokratie und Gerechtigkeit mundtot zu machen und zu zerschlagen. So wurden Internet und soziale Medien seit der blutigen Niederschlagung der friedlichen Protestbewegung am 3. Juni 2019 auf Anordnung der Behörden abgeschaltet. So soll die Mobilisierung für neue öffentliche Proteste und der Informationsaustausch in der Zivilbevölkerung erschwert werden. Es ist ein schwerwiegender Eingriff in die Meinungsfreiheit, der auch die Wirtschaft des ohnehin wirtschaftlich am Abgrund stehenden Landes schwer trifft. Denn jeder Tag der Internetsperre kostet Sudans Betriebe Millionen Euro, weil Handel, Banken und Industrie ohne Zugang zum Internet nicht effektiv arbeiten können.

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